Von Anfang an für große Größen entworfen
Ob ein Kleidungsstück wirklich passt, entscheidet sich für untersetzte Männer nicht an einer einzelnen Stelle, sondern an vielen: am Kragen, an den Schultern, am Bund und am Saum. Deshalb gehen wir hier jede dieser Stationen einmal durch – und zeigen dir, was untersetzte Größen an jeder einzelnen davon anders und vor allem besser machen.
Kragen und Schultern
Für untersetzte Männer fällt die Entscheidung über die Passform ihrer Kleidung in den ersten fünf Sekunden der Anprobe. Wer den Kragen nach dem Halsumfang wählt, bekommt oftmals ein Hemd, dessen Schulternähte auf halbem Weg zum Ellenbogen enden. Wer dafür nach der Schulter geht, dem schnürt der erste Knopf die Luft ab. Untersetzte Größen gleichen dieses Dilemma durch klug gewählte Schnittmuster aus. Der Kragen ist auf einen kräftigen Hals ausgelegt, während die Schulternähte genau dort abschließen, wo deine Schultern auch tatsächlich enden. Für einige klingt das nach einer Kleinigkeit, für untersetzte Männer macht diese Kleinigkeit jedoch den feinen Unterschied zwischen geliehen und gehört mir aus!
Ärmel und Rumpf
Bei hochgerechneten Normalgrößen wächst mit jedem zusätzlichen Zentimeter Umfang auch die Ärmellänge mit – als hätten kräftigere Männer automatisch auch längere Arme, was jedoch längst nicht immer der Fall ist. Vielen ist das Ergebnis vertraut: Manschetten, die über den Handrücken lappen, und ein übergroßer Hemdsaum, der beim Sitzen Falten wirft wie ein Vorhang. Unsere untersetzten Schnitte trennen, was nicht zusammengehört. Der Umfang bleibt großzügig, aber die Ärmel enden am Handgelenk und der Rumpf ist so bemessen, dass das Hemd in der Hose bleibt, dich aber nicht wie ein Zeltvorhang einhüllt. Kürzen und Krempeln war gestern!
Bund und Leibhöhe
Der Bund ist die Stelle, an der die meisten Hosen ihre Besitzer verraten. Sitzt er zu tief, rutscht er unter den Bauch und du ziehst ihn ständig hoch. Sitzt er hingegen zu eng, spürst du spätestens nach dem Mittagessen jede Naht. Unsere untersetzten Größen setzen die Leibhöhe dorthin, wo eine kräftige Körpermitte sicheren Halt am nötigsten braucht: Der Bund umschließt den Bauch, statt gegen ihn zu arbeiten. Viele Modelle bringen zusätzlich einen flexiblen Schlupfbund mit – nicht als Notlösung, sondern als hilfreiches Werkzeug, damit du deine Hose jeden Tag gerne anziehst und dir über den Tragekomfort keine Gedanken mehr machen musst.
Beinlänge und Saum
Hier scheitert die Hochrechnung von Standardgrößen in den allermeisten Fällen endgültig. Bei einer Hose in untersetzter Größe ist die innere Beinlänge von vornherein auf eine kompakte Körperform zugeschnitten. Das heißt: kein Stoffstau überm Schuh, kein Umschlagen und vor allem kein Termin beim Schneider. Und weil der Schnitt schon am Reißbrett mit Blick auf untersetzte Proportionen entwickelt wurde, stimmen auch die Verhältnisse dazwischen: Die Knielinie sitzt am Knie und die Beintasche einer Cargo in erreichbarer Höhe für die Hände – und nicht etwa am Schienbein. Genau das unterscheidet eine Hose in untersetzter Größe von JP1880 von einer gekürzten Standardhose!